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Viel Achtsamkeit für wenig Zeit

Meine 5 einfachen Übungen für deinen geschäftigen Alltag.

 

Seit der Geburt meiner Tochter weiß ich es nun auch ganz genau. Jetzt werde ich nicht mehr belächelt, sollte ich mal davon reden, wie man mit wenig Zeit doch noch eine tägliche Praxis einbauen kann. Nein, denn jetzt bin ich auch Mutter.

 

Das „Davor“.

Vorher hatte ich in der Woche bis zu 17 Yogastunden unterrichtet sowie Seminare zum Thema Meditation und Stress. Außerdem war es mir vergönnt, nachts so gut zu schlafen, dass ich problemlos entweder abends oder dann eben morgens nochmal für mich selbst auf die Matte konnte. Ja, und meine Meditationseinheiten waren da auch noch ganz einfach umsetzbar.

Als Yogalehrerin habe ich immer betont, dass Yoga nicht nur auf der Matte stattfindet, sondern im ganzen Leben seine Berechtigung findet. Doch ich konnte gut reden, denn ich habe für die Themen Yoga und Meditation vor allem deswegen so sehr gelebt, weil sie ja quasi auch meinen ganzen Alltag eingenommen haben.

 

Und mit Clara? Das „Danach“.

Als Clara geboren wurde, hieß es auf einmal über Monate hinweg im Krankenhaus sein. Entweder sitzend neben ihrem Bett, oder sie dann irgendwann liegend auf mir und ich mich dann bis zu sechs Stunden lieber nicht bewegend. Da waren zu viele Schläuche und Kabel an ihr, sodass es eh schon ein Akt war, sie zu nehmen. Nach einiger Zeit war uns dann auch etwas Freigang vergönnt, wobei wir offiziell das Klinikgelände nie verlassen durften. Meine Matte hatte ich mit, und wenn es möglich war, habe ich sie auch auf den 8 Quadratmetern unseres kleinen Zimmers ausgerollt, doch das war im Vergleich zu vorher viel zu wenig.

Das Ergebnis war schnell zu sehen: meine Kleidung hing nur noch an mir runter, die Muskelmasse meine Körpers löste sich allmählich auf.

Seit ich mit Clara zu Hause bin, hat es sich wieder zum besseren gewendet, doch auch jetzt ist Zeit für mich, ob meditierend oder yogierend, ein rares Gut. Zeitmanagement ist hier das Stichwort. Und ganz oft auch Überwindung, da meine Müdig- und Kraftlosigkeit mich lieber eher Richtung Bett ziehen, als abends nochmal in den Schneidersitz zum Meditieren.

 

Mindful Mum

Was ich also nun vorher immer nur in der Theorie gepredigt habe, ist auf einmal mein täglicher Anker geworden. Und ich bin froh, dass ich es theoretisch drauf habe, denn das macht es praktisch jetzt so viel einfacher. Und es ist so notwendig – für jeden von uns – , ich kann das gar nicht oft genug betonen. In meinem Blog-Artikel „Vom Ego zum Selbst – Warum du hiernach mit Sicherheit meditierst„, erfährst du, was Meditation für eine Superpower ist.

Es sind viele einfache Übungen für unseren Geist, in denen es um nichts anderes geht, als immer wieder aus dem Gedankenkarussel auszubrechen, um in den gegenwärtigen Moment zurück zu kommen. Wir nehmen uns eine Auszeit von dem ständigen Bezug auf unser Ich. Eine Auszeit von den Geschichten, die wir uns immer selbst erzählen. Denn es ist wichtig für den Raum in meinem Kopf, meine Fähigkeit, mit anderen wohltuend zu kommunizieren, Claras Bedürfnisse wahrzunehmen und dabei mich selbst nicht zu vergessen. Es ist wichtig zum Reflektieren, ruhig bleiben und Durchatmen. Es ist einfach verdammt wichtig, um in dieser tückischen Welt gut zu funktionieren.

 

The best of – 5 Übungen, die es in sich haben.

Ich verrate dir meine fünf besten Strategien, in denen ich Yoga und Meditation von der Matte und rein in den Alltag hole.

 

1) Kein Multitasking

Eins nach dem anderen. Denn, auch wenn du eine Frau bist und jetzt vielleicht aufschreist, Multitasking gibt es nicht. Uns Frauen fällt es nur einfacher, schneller im Gehirn von einer Sache auf die andere zu schalten. Doch egal ob Frau oder Mann, für jeden bedeutet das Stress. Was vielleicht kein Problem ist, wenn das Leben dann doch ziemlich stressfrei ist, allerdings schon eher, wenn du nachts nur vier Stunden Schlaf hattest. Versuche bei jeder einzelnen Aufgabe, achtsam zu sein, dich voll und ganz darauf zu konzentrieren. Zähneputzen. Duschen. Haare kämmen. Tee trinken. Etwas anderes zählt grad nicht.

 

2) Achtsam essen

Klar, das musste von mir kommen, ist das doch eines meiner Hauptthemen. Solltest du davon noch nicht überzeugt sein, lies meinen Beitrag hierzu. Und danach meldest du dich gleich zu unserem Programm MINDFUL EATING an. Denn achtsam essen muss geübt werden, nur die Theorie verändert hier rein gar nichts.

 

3) Achtsam zuhören

Das klingt einfach, ist es aber nicht. Deine Aufgabe ist es, dich voll und ganz nur auf dein Gegenüber zu konzentrieren und aktiv auf das zu hören, was er dir zu erzählen hat. Probiere es aus, du wirst erstaunt sein, wie schnell deine Gedanken abdriften oder du ganz automatisch anfängst zu bewerten/beurteilen/verurteilen, was der andere die erzählt.

 

4) One-Minute-Meditation

Diese mache ich besonders gerne, und mit etwas Übung reicht die Zeit auch locker, um wieder bei sich anzukommen. Du brauchst dafür einen Timer. Mehrmals über den Tag nehme ich mir eine Auszeit – eine Minute ist nun echt nicht viel, du kannst sie von deiner Smartphone-Zeit abzwacken. Dann schließe ich meine Augen und konzentriere mich auf mich. Meine Atmung. Meinen Körper. Meinen Pulsschlag…

 

5) Smartphone-freie Zeit

Ich glaube, hierzu muss ich nichts sagen. Es gibt Orte oder Geschehnisse im Leben, da hat das nichts zu suchen. Zum Beispiel, wenn ich Clara stille. Denn das muss ich jetzt genießen, bevor es bald vorbei sein wird. Diese Zeit kommt nicht wieder.

 

Ich hoffe, diese Tipps können die genauso viel Ruhe und Entspannung geben wie mir in meinem manchmal stressigen Alltag. Doch da gibt es so viele mehr. Hast du eine Idee? Dann teile sie mit mir.

 

Alles Liebe! Dani

 

 

 

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Dani

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