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Der Ursprung von Leid – meditativ betrachtet

 

INSIGHTS OF MEDITATION I : Der Ursprung von Leid…

„Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Ein Plädoyer gegen die Ablenkung. Und für die Akzeptanz.

 

Der Ursprung von Leid ist es, nicht zu akzeptieren, was im jeweiligen Moment geschieht. Sei es der verlorene Lieblingsohrring, der nervtötende Stau, das krank zur Welt gekommene Kind. Den Moment nicht sein zu lassen, wie er ist, sondern sich innerlich dagegen zu wehren. Das verursacht Leid.

 

Akzeptanz und Annahme ist hierbei nicht das Ziel, sondern die tägliche Praxis. Es ist diese Praxis, die letztendlich zu innerem Frieden, zur inneren Ruhe führt.

 

Akzeptanz und Annahme ist etwas, was wir lernen können, und gleichzeitig üben müssen. Kaum einer von uns bekommt dieses in die Kinderschuhe gelegt. Ganz im Gegenteil. Uns wird immer wieder suggeriert, dass es auch anders geht, wir müssen uns nur ablenken. Sei es durch Essen, Fernsehen, Konsum oder Drogen jeder Art. Wir betäuben unsere schmerzhaften Gefühle und unangenehmen Gedanken. Wir betäuben die Wirklichkeit. Wir betäuben das Jetzt. Und erschaffen so eine Scheinwelt, die erst recht Leid erzeugt.

 

Das Leben stellt uns jedoch hin und wieder vor Herausforderungen, die wir nicht zur Seite schieben können. Ich dachte immer, meine Kindheit wäre das, was mich am meisten belastet hätte. Bis zur Geburt meiner kranken Tochter. Bis zu den Momenten, in denen ich mit Gefühlen von Leid konfrontiert wurde, von denen ich nicht wusste, wie ich diese überleben sollte.

 

Annehmen und Akzeptieren ist mehr denn je zur täglichen Praxis geworden. Menschen fragen mich oft, wo ich die Stärke hernehme, die von mir ausgeht. Es ist genau das. Ich habe keine Kraft, mich gegen das Leben und seine Wiedrigkeiten zu wehren. Ich lasse mich voll darauf ein. Ich brauche alles, was ich habe, für den Moment und die Wirklichkeit- für Clara, mich und meine Familie.

 

Beim Meditieren habe ich gelernt, wie ich einzelne Momente wahrnehmen und beobachten oder auch in meinem Körper erspüren kann. Ohne sie ändern zu wollen. Es heißt nicht, dass der Schmerz weniger weh tut. Es ist das, was es ist. Aber auch nicht mehr. Es heißt nicht, dass es okay ist, dass meine Tochter leiden muss. Doch das Annehmen der Situation macht es mir so viel leichter, und damit uns. Wir ertrinken nicht in unseren Gefühlen. Es ist nur Wut. Es ist nur Angst. Es ist nur Schmerz.

 

Und eben Freude. Lachen. Glück.

 

 


 

 

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   Dani arbeitet seit Jahren mit Menschen, die sich selbst in irgend einer Art und Weise verloren haben und wieder neu spüren wollen. Sie unterrichtet Yoga und Meditation und arbeitet als Trainerin im Bereich Stressmanagement. Dabei spielt nicht nur ihr wissenschaftlicher Hintergrund eine besondere Rolle, der ihr bei der Herangehensweise an  

diese Themen sehr wichtig ist. Sie setzt auch das um, was sie auf ihrem eigenen Weg erfahren durfte. Authentizität, in die Stille gehen und Persönlichkeitsentwicklung sind dabei ihre Hauptanliegen. Sich dem Leben voll und ganz stellen, auch wenn wir ihm manchmal gerne den Rücken zukehren wollen. 

 

 

 

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Dani

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