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Resilienz – Vom meditativen Umgang mit Schmerzen

 

INSIGHTS OF MEDITATION II : Resilienz – Vom meditativen Umgang mit Schmerzen

 

 

Schmerzen kommen… Schmerzen gehen… nichts ist beständig… nur die Veränderung.

Studien der Hirnforschung belegen, dass Meditation die Bereiche im Gehirn stärkt, die uns zum Beobachter werden lassen. Und im Gegenzug die Areale schwächt, die uns im Schmerz versinken lassen.

 

Der Schmerz ändert sich dadurch nicht. Wohl aber mein Zugang zu ihm und wie ich ihn bewerte.

 

Jon Kabat Zinn hat hierzu ein Programm entwickelt – Mindfulness Based Stress Reduction -, das sich nicht grundlos auf der ganzen Welt verbreitet.

Es geht hierbei nicht nur um den physischen, sondern auch um den emotionalen Schmerz.

Dem physischen Schmerz können wir nicht immer entgehen, auch wenn es heute für jedermann eher üblich ist, eine Schmerztablette einzuwerfen, als dieses unangenehme Gefühl wirklich auszuhalten. Ich rede hier vor allem auch von der Sorte Schmerz, die durch Krankheiten hervorgerufen wird, vielleicht sogar chronisch ist und dem man eben nicht entkommen kann.

Der emotionale Schmerz… nicht minder gewichtig. Diesem Schmerz, dem wir lieber durch Ablenkung, Drogen jeder Art oder andere Dinge entkommen wollen. Als meine Tochter geboren und mir aufgrund ihrer Krankheit unmittelbar weggenommen worden ist, habe ich das erste Mal erfahren, wie solch ein niederschmetternder Schmerz aussehen kann. Wie einnehmend und atemraubend er ist. Über Monate hinweg. Es hat sich tief im mir eingegraben, sie in einem Glaskasten vor Schmerzen schreien zu sehen und sie weder halten noch beruhigen zu können. Und die ständige Unsicherheit, wie es ihr am nächsten Morgen gehen wird. Oder der Zwang, sie jeden Abend aufs Neue zurück lassen zu müssen. 

Wie sieht es hier aus? Wie steht es hier um den meditativen Umgang?  Es gab Tage, Stunden und Minuten, da wusste ich nicht, wie ich diese niederschmetternden und alles einnehmenden Gefühle überstehen sollte. Um dann am nächsten Morgen festzustellen, dass ich den Vortag überlebt hatte. Es war grauenhaft, keine Frage. Und solche Gefühle kann uns auch Meditation nicht nehmen, es ist auch gar nicht ihr Anliegen. 

Was kann Meditation also leisten? Was kann sie für uns tun?

Wer regelmäßig meditiert erfährt schnell, wovon ich spreche. Das Insichgehen, die regelmäßige Stille und das Beobachten schafft für uns einen leeren Raum neben den unangenehmen Gefühlen. Er ermöglicht uns, aus dem Schmerz schneller wieder rauszukommen, denn er ist auf einmal nicht mehr alles einnehmend. Wir bezeichnen das heute als Resilienz. Denn Resilienz heißt nicht, nichts zu spüren. Sie bedeutet, das Leben voll zu leben, es voll wahrzunehmen, in es voll einzutauchen. Mit all seinen Facetten. Negativ als auch positiv. Es gab die Tage, da wusste ich ich nicht, wie ich mit der Last umgehen sollte. Und dann gab es die Tage, die besonders waren, voller Lachen, voller Liebe, voller Leben. Der erste Augenaufschlag, das erste Halten, Füttern, Lachen… 

 

Ich mag vieles auf der Welt nicht ändern können, meine Art und Weise, wie ich ihr begegne jedoch schon. 

 

 


 

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   Dani arbeitet seit Jahren mit Menschen, die sich selbst in irgend einer Art und Weise verloren haben und wieder neu spüren wollen. Sie unterrichtet Yoga und Meditation und arbeitet als Trainerin im Bereich Stressmanagement. Dabei spielt nicht nur ihr wissenschaftlicher Hintergrund eine besondere Rolle, der ihr bei der Herangehensweise an  

diese Themen sehr wichtig ist. Sie setzt auch das um, was sie auf ihrem eigenen Weg erfahren durfte. Authentizität, in die Stille gehen und Persönlichkeitsentwicklung sind dabei ihre Hauptanliegen. Sich dem Leben voll und ganz stellen, auch wenn wir ihm manchmal gerne den Rücken zukehren wollen. 

 

 

 

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Dani

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